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Macbeth am Gyko: Ein Rückblick

In einer packenden Inszenierung von Shakespeares Macbeth überzeugten die Schauspieler des White Horse Theatres das Publikum. Wie schon im letzten Jahr bei Othello kamen die Zuschauer in den Genuss, professionelle Schauspielkunst zu erleben, wie man sie sonst nur im Globe Theatre Neuss zu einem deutlich höheren Preis erhält. Die zeitlose Relevanz des Stückes wurde durch die hohe Professionalität bei der Darstellung der Charaktere deutlich. 

Diese wurden in ihren ursprünglichen, menschlichen Eigenschaften, die sich im Laufe der Jahrhunderte nicht verändert haben, glaubhaft und lebhaft vor Augen geführt, ohne dass es irgendwelcher anderen Effekte bedurfte. Entsprechend minimalistisch gestaltete sich daher auch das Bühnenbild, das sich darauf beschränkte, mit wenigen Requisiten eine maximale Wirkung zu erzielen. Bewusst wurden z. B. nur vier Farben gewählt, schwarz, weiß und rot zur Darstellung von Macbeths Welt sowie grün als herausstechende Farbe Macduffs, der Macbeth schließlich besiegt. Hervorzuheben ist auch, dass das auf die Haupthandlung gekürzte Stück sich in besonderem Maße für die Schule eignet, weil es durch die Beibehaltung der Original- und Bildsprache Shakespeares nicht an literarischer Qualität verliert. In der sich anschließenden Fragerunde enthüllten die Schauspieler persönliche Aspekte sowie ihre Einstellung zur Darstellung von Shakespeares Theaterkunst. Eine Schauspielerin erzählte, sie erlebe ihr erstes Berufsjahr nach der Schauspielschule, und ihr Kollege möchte Deutschland kennenlernen, nachdem er zehn Jahre am Theater in Brisbane gearbeitet hat und am Ende des Schuljahres dorthin zurückkehren möchte. Sie alle haben auf unterschiedliche Art und Weise Zugang zum Theater und schließlich auch zu Shakespeare gefunden. Es sei für Schüler von unglaublicher Wichtigkeit, Shakespeare nicht nur zu lesen, sondern aufgeführt live zu erleben, um sowohl den Scharfsinn der Sprache in ihrer rhythmischen und bedeutungsträchtigen Vielfalt als auch die Darstellung von zeitlosen, menschlichen Eigenschaften zu erleben und zu spüren. Nächstes Jahr gibt es Romeo and Juliet früher im Jahr, vor den Halbjahreszeugnissen im Januar in der klausurfreien Zeit zu erleben. (Marlies Thüer für die Fachschaft Englisch)

03.04.2019

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