Eiskalt, herzlich, unvergesslich – der Finnlandaustausch der EF
Im Januar machten sich 23 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs EF mit ihren zwei Lehrerinnen auf den Weg nach Finnland – und landeten mitten im Winterwunderland. Bei knackigen minus 19 Grad wurde schnell klar: Warm wird’s hier vor allem durch Begegnungen.
Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der SYK in Helsinki arbeiteten die Teilnehmenden an einem Projekt zu Punkt 16 der EU-Ziele: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen. Passend dazu stand ein Besuch im finnischen Parlament auf dem Programm. Dort erhielten die Schüler spannende Einblicke in die demokratischen Prozesse und die Arbeitsweise politischer Institutionen – Politik zum Anfassen statt nur aus dem Lehrbuch. Vor allem die spontanen Gespräche mit finnischen Abgeordneten am Pater Noster haben Eindruck hinterlassen.
Geschichte wurde auf der Festungsinsel Suomenlinna lebendig. Zwischen schneebedeckten Mauern und Werften drehte sich alles um Erinnerungskultur und die gemeinsame europäische, sogar deutsch-finnische Geschichte. Die Soldaten und Soldatinnen, die wir beim Verlassen der Insel mit schwerer Ausrüstung durch die Kälte marschieren sehen konnten, zeigten nochmal eindrücklich wie wichtig die angesprochenen Themen gerade heute sind. Eine Begegnung und ein Ort, die zeigen, wie eng Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben sind.
Ein weniger ernstes Thema, fast schon ein süßer Höhepunkt, wartete beim Besuch des Unternehmens Fazer. Neben schokoladigen Kostproben an der All-you-can-eat Station des Süßwarenherstellers gab es Einblicke in nachhaltigen Anbau und Verpackung, moderne Produktion und internationale Vermarktung. Besonders interessant: Informationen über Berufsausbildung im Ausland. (Dank des Engagements der Gruppe haben zukünftige 10er nun sogar eine Ansprechperson für mögliche Praktika.)
Auch die Freizeit hatte es in sich: Schlittschuhfahren, Langlauf, Spazierengehen auf der zugefrorenen „See“, ein Ausflug in den Rentierpark – und das alles bei Temperaturen, die die Thermosocken herausforderten. Doch genau hier zeigte sich das interkulturelle Lernen von seiner besten Seite: gemeinsam lachen, ausprobieren, sich gegenseitig motivieren und anschließend bei einem heißen Tee wieder auftauen.
Unser Fazit: Neue Freundschaften, viele „first experiences“ und jede Menge Erinnerungen im Gepäck. Ein Austausch, der nicht nur eiskalt, sondern vor allem herzlich warm war.
Ein Dank an die tollen Teilnehmer, die motivierten Lehrerinnen und an die EU, die mit Erasmus+ diesen Austausch kofinanziert hat.
Autorin: H. Knop
27.02.2026




